Danke Hubi!

Posted on Okt 25 in Bulls, Verein.

Hubert Böhler bekommt eine einmalige berufliche Chance, welche ihm es leider nicht mehr ermöglicht Baseball in gewohntem Umfang auszuüben. Daher hat sich „Hubi“, wie er von seinen Teamkollegen genannt wird, dazu entschieden nicht mehr für die Hard Bulls zu spielen.

Bei den Bulls seit 2004!

Gestartet hat Huberts Bulls Karriere im Jahre 2004. Damals in der ABL verbuchte er seine ersten Einsätze. Insgesamt machte er in diesem Jahr 7 Spiele für die erste Mannschaft. Es sollten noch viele weitere folgen. Auch in den schlechten Jahren zwischen 2005 und 2010 blieb Hubi den Bulls treu und sammelte in der Regionalliga einige Einsätze. Außerdem muss man ihm hoch anrechnen, dass er nicht nur als Spieler für den Verein da war, sondern auch als Trainer aushalf. Zu dieser Zeit kamen kaum Spieler aufs Training, eine funktionierende Jugendmannschaft gab es nicht. Das sich das änderte lag zum Großteil an Hubert, er nahm diese Probleme in die Hand und im Jahr 2010 ging es mit den Bulls wider in die richtige Richtung. In diesem Jahr (also 2010) fixierten die Bulls ungeschlagen den Aufstieg in die BBL (damals die zweithöchste Liga Österreichs). Hubert war mit einem Schlagdurchschnitt von 0.458 der stärkste Schlagmann der Bulls und ein großer Bestandteil des Erfolgs.

Rückkehr in die BBL!

Nicht ganz nach Wunsch lief das erste Jahr in der BBL für die Bulls. Mit 10 Siegen und 14 Niederlagen wurde zwar die Klasse gehalten, aber viele Bulls blieben unter ihren Möglichkeiten. Auch Hubert konnte nicht sein ganzes Potential abrufen. Dies änderte sich aber in den kommenden Jahren. 2012 steigerte sich das Team auf den dritten Platz und 2013 gab es erstmals den Meistertitel in der BBL. Angeführt von einem sehr starken Hubert Böhler, gewann er doch in diesem Jahr den Gold Glove und überzeugte mit einem sehr starken Schlagdruchschnitt von 0.379.

Angriffe auf die ABL – der Aufstieg kam aber erst 2016!

Nach einem grandiosen 2013, folgte ein aus Bulls Sicht schwaches 2014. Die Aufstiegsplayoffs wurden verpasst und somit auch die Chance auf die ABL. Hubert spielte eine weitere tolle Saison mit einem Schalgdurchschnitt von 0.366! An ihm ist es also nicht gelegen. Belohnt wurden die starken Leistungen mit den ersten Spielen im österreichischen Nationalteam. 2015 kam dann ein weiterer Meistertitel. Erstmals unter dem neuen Headcoach Clemens Cichocki. Hubert war weiter ein wichtiger Stammspieler. Der Aufstieg wurde aber knapp, nämlich um nur einen Sieg verpasst. 2016 sollte es dann aber so weit sein, die Bulls schaffen endlich auf sportlichem Weg den Aufstieg in die höchste Spielklasse Österreichs. Die lange und harte Arbeit von Hubert wird endlich belohnt.

Eine letzte Saison in der höchsten Liga!

Dort wo Huberts Karriere begann, dort endete sie auch. In 2017 spielten die Bulls in der BLA. Leider verlief die Saison nicht ganz nach Wunsch, auch Hubert blieb hinter seinen Möglichkeiten. Dann kam auch noch Verletzungspech dazu und dies führte zum Scheitern im Viertelfinale der Playoffs. Das Minimalziel, die Playoffs wurden also erreicht. Dennoch hätten wir uns für Hubert einen schöneren Abschied gewünscht.

Nicht nur als Spieler unheimlich wertvoll!

Seit ich denken kann, ist Hubert auch im Vorstand aktiv. Wie bereits kurz erwähnt war es Großteils ihm zu verdanken, dass die Bulls sich wider erfangen haben. Er stellte eine neue Nachwuchsmannschaft auf die Beine, Coachte zwischenzeitlich die Bulls und kümmerte sich um die Trainings, war als Umpire und Scorer im Einsatz, er konnte neue Sponsoren für die Bulls gewinnen. Seine Arbeit im Vorstand war ungeheuer wichtig.

Natürlich respektieren wir Huberts Entscheidung und wünschen ihm alles Gute für die zukünftigen Aufgaben, dennoch hoffen wir natürlich, dass Hubert zumindest den Bandidos erhalten bleibt.
Seit 2004 (leider fehlen die Statistiken von 2008 und 2009 – somit stimmt das nicht ganz genau) stand Hubert bei 218 offiziellen (heißt ohne Freundschaftsspiele, V-Cup) Spielen in 14 Saisonen der Bulls auf dem Feld und arbeitete unzählige Stunden neben dem Feld! Auf diesem Weg nochmals ein großes Danke!